Schneller, schneller, schneller. So scheint unsere Welt zu funktionieren. Um uns herum geschehen tagtäglich tausend Dinge gleichzeitig, während man selbst von einem Hamsterrad zum nächsten hetzt. Hier noch eine Mail, da noch ein Zoom-Call. Dann zur Oma für höchstens eine Stunde, weil man sonst den Zug verpasst.
Zum Ausgleich gönnt man sich einen Waldspaziergang – natürlich mit Podcast in den Ohren, die Zeit will ja sinnvoll genutzt sein. Selten ist man einfach nur, vielleicht, weil da so viel ist, was man tun muss, tun könnte oder tun möchte.
Dieses alltägliche Rasen entschleunigt Lina Maria Sommers Ausstellung «Summen» im Kunstraum Kreuzlingen zumindest für einen Moment. Zu sehen gibts sechs Aquarellarbeiten, die ihr beruhigendes Blau in den ansonsten kargen Industrieraum in Kreuzlingen strahlen.
Vom Bodensee gehts nach St.Gallen: In der Kellerbühne thematisiert das letzte Ensemblestück von Theaterleiter Matthias Peter Heartship sexualisierte Gewalt. Und die St.Galler Band Heera feiert am Wochenende mit etwa einem halben Jahr Verspätung Plattentaufe im Palace.