Saiten Kulturnewsletter

Vor einigen Jahren ging ein Hashtag um die Welt: #MeToo. Unzählige Frauen und Queers erzählten öffentlich von sexualisierten Übergriffen und Machtmissbrauch. Es folgten Aufschrei und Debatten – so manche Karriere fand ein jähes Ende. Und doch: Behoben ist das Problem hinter dem Hashtag nicht. Noch immer wird struktureller Machtmissbrauch begünstigt, und übergriffiges Verhalten wie auch sexualisierte Gewalt werden verharmlost.

Das zeigt auch die aktuelle Diskussion um die Clownnummer des Circus Knie. Hier macht ein Clown einer Saxofonistin Avancen, sie weist ihn ab, aber er versuchts trotzdem weiter. Problematisch ist hier nicht nur die Szene selbst, in der ein Übergriff zum Witz wird, sondern auch die Debatte darüber, die das Ganze teilweise bagatellisiert. Solche Verharmlosungen schützen Täter und diskreditieren Betroffene.

Um genau diese Strukturen, die Übergriffe und Machtmissbrauch begünstigen, geht es im neuen #MeToo-Roman Gaslicht der Ostschweizer Autorin Jessica Jurassica. Mehr dazu in der Besprechung.

Ausserdem im Newsletter: Die neue Ausstellung von Sara Masüger in der LOK St.Gallen sowie das Ergebnis des Aufenthalts von Agatha Zobrist und Beatrice Dörig im Sommeratelier der Weinfelder Remise.

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