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R2-D2 kennen wohl alle von euch. Der ständig vor sich hin fiepende und mit zahlreichen Tools ausgestattete Droide ist so was wie die Allzweckwaffe der Rebellion in Star Wars. Und T2? Nein, das ist kein Droide aus der geplanten neuen Trilogie, sondern ein realer Polizeiroboter, der in der chinesischen Millionenstadt Hangzhou den Verkehr kontrolliert. Er erkennt E-Bike-Fahrer:innen ohne Helm, Fussgänger:innen, die bei Rot über die Strasse gehen, oder Fahrzeuge, die an Haltelinien zu spät bremsen – und spricht in solchen Fällen eine Warnung aus. Der 1,88 Meter grosse und fast 100 Kilo schwere Robocop ist unbewaffnet und darf niemanden verhaften.
Womöglich ändert sich auch das bald: Beim diesjährigen Formel-1-Grand-Prix in Shanghai hat die chinesische Polizei den humanoiden Roboter G1 und den Robodog GO2 vorgestellt, die künftig ihre ganzmenschlichen Kolleg:innen bei Einsätzen begleiten sollen. Und glaubt man Meldungen von verschiedenen Internetseiten, ist im Reich der Mitte inzwischen auch RT-G bei Patrouillen dabei – ein Roboter, der sich wie BB-8 in Star Wars auf einer rollenden Kugel fortbewegt.
Im Saiten-Land klingen solche Meldungen wie aus einer weit, weit entfernten Galaxis. Doch auch hier geht man in kleinen Schritten in die künstlich-intelligente Zukunft: So plant die Stadtpolizei St.Gallen die Anschaffung eines sogenannten Scan-Cars. Dieses spezielle Polizeiauto mit auf dem Dach installierten Kameras soll während der Fahrt falsch parkierte Autos automatisch erkennen. Der für diesen Herbst geplante Pilotversuch fällt ins Wasser, wie das «Regionaljournal» und das «St.Galler Tagblatt» kürzlich berichtet haben. Nebst noch ungeklärten technischen und rechtlichen Fragen braucht es einen Kredit und ein öffentliches Ausschreibungsverfahren. Sollten diese Hürden gemeistert werden, könnte es aber auch ohne Pilotversuch zur Einführung kommen.
Mal schauen, ob wir noch erleben werden, dass im St.Galler Polizeikorps Robocops ihren Dienst antreten. Bis dahin könnte man sich von Star Wars wenigstens für kleine Helferlein inspirieren lassen: Mit Schnäbi- und Urinsensoren ausgestattete Kolibridrohnen, die während der Olma Wildpinkler aufspüren. Roboterhunde mit hochsensiblen Spürnasen, die Drogendealern das Handwerk legen. Oder in den Schritt der Uniform eingebaute Eier, die sich automatisch aktivieren, wenn Mass-Voll und die Junge Tat wiedermal durch die Strassen marschieren.
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