Alles nur ein «Ausrutscher»! Und überhaupt, welcher «sleazebag» leakt schon geheime Chats… Ja, diese Woche hatte es wieder einmal in sich. Nur schon die Tatsache, dass ranghohe Regierungsmitglieder überhaupt sensible Informationen über die Signal-App austauschen, ist haarsträubend. Hat jemand «Sicherheitsstandards» gesagt? Äbä gäll. Da können die Medien ja gleich mitlesen.
Der Inhalt der Chats war nicht minder brisant. Ein paar Dinge haben wir dabei gelernt: Erstens sind die Chatmitglieder zwar alle ungefähr gleich niederträchtig, aber nicht alle gleicher Meinung, vor allem nicht in Sachen Marktwirtschaft. Zweitens hat man echt etwas gegen die kleineren Verbündeten, ja man sieht sie gar als «erbärmliche Schmarotzer» und will ihnen nicht mehr ständig «aus der Patsche helfen». Drittens – und jetzt wirds mafiös – kann man das schon weiterhin tun, allerdings hat diese «Hilfe» ein Preisschild. Hat hier jemand «Schutzgeld» gesagt?
Nein, hier geht es natürlich nicht um den supergeheimen Geheimchat der Sünnelipartei mit den Bürgis im Kanton St.Gallen, auch wenn sie ihre kleine Verbündete, die Stadt, ebenfalls gerne als Schmarotzerin hinstellen. Diese hat es im Übrigen einmal geschafft, die Jahresrechnung gemäss Prognose abzuschliessen, halt mit Defizit, dafür fast aufs Loch. Immerhin stimmt jetzt das Märchen von der «roten Stadt».
So, und jetzt, wo das geklärt ist, können wir uns vielleicht endlich überlegen, wie wir den Zusammenhalt untereinander wieder stärken. Anders als im Sünneli-Chat, hocken im Chat der Grossen nämlich ein paar «uncontrolled missiles» mit echter Zerstörungskraft.