Zugegeben, so häufig buddelt man heute nicht mehr im Erdreich. Aber mal angenommen, man tuts trotzdem, zum Beispiel im Schrebergarten, und dann plötzlich funkelts. Ein Schatz. Römische Münzen. Was tun? Eintüten und nichts sagen? Oder doch melden?
Vor solchen Fragen stand wohl auch der Bauarbeiter, der 1906 bei der Bahnhofserweiterung in Eschenz einen etwa 4400 Jahre alten Goldbecher fand. Er entschied sich fürs stillschweigende Behalten, verplapperte sich aber später und hätte daraufhin den Becher abgeben müssen. Eigentlich. Denn abgegeben hat er nur eine Messingkopie.
Etwa 70 Jahre später schaffte es der Goldbecher dann doch ins Museum für Archäologie Thurgau. Wie und warum erfährt man dort im neugestalteten Raum, der Ende Januar eröffnet hat – mehr dazu weiter unten.
Ausserdem im Newsletter: Das Kunstmuseum Winterthur zeigt Arbeiten von Jack Goldstein und das Theater Konstanz inszeniert den shakespeareschen Klassiker Macbeth.
Und gell: Wer beim entspannten Buddeln wo auch immer zufällig altertümliche Schätze entdeckt – das wäre dann meldepflichtig.