In der Schweiz sind Frau und Mann seit 1981 von Gesetzes wegen gleichberechtigt. Echte Gleichstellung ist aber nach wie vor nicht erreicht. Trotzdem gibts die Zweifler:innen, die Stänker:innen. Diejenigen, die sich stören, wenn Frauen fordern. «Es reicht doch langsam», heisst es da.
Dass es eben nicht reicht, zeigt «Frauenspuren im Hallenbad» in Gossau. Die Schau macht sichtbar, was erreicht wurde und was nicht. Und sie tut das, was viele Feminist:innen seit Jahren tun: aufzeigen, vermitteln und zuhören. Immer wieder. Weil es noch lange nicht reicht. Und weil, frei nach Simone de Beauvoir, eine Frau, die nichts fordert, genau das erhält: nichts.
Um Selbstbestimmung, Grenzüberschreitungen und Macht geht es auch im Theater Konstanz. Hier greift das Jugendstück Unreif die Sexualisierung junger Menschen auf, die sich hinter dem vermeintlichen Kompliment «reif für das Alter» verbirgt. Und die New Yorker Künstlerin Torkwase Dyson befasst sich im Kunsthaus Bregenz mit Ökologie, Kapitalismus und Migration.