Der Betonklotz, an dem Tochter Nadine im Spielfilm Bagger Drama tödlich verunglückte, wird von der Familie in einem vermeintlichen Befreiungsakt zerstört. Doch das, was schmerzt, verschwindet dadurch nicht.
Das Filmmotiv des «Loslassens durch Zerstörung» ist nichts Neues und schon gar nicht etwas, das es nur im Film gibt. Seit jeher zerstören wir Menschen gerne das, was uns an etwas Belastendes erinnert.
Wir verbrennen Briefe, entsorgen Plüschtiere und werfen Ringe in den See. Vielleicht hilft es auch. Vielleicht fühlt man sich kurzzeitig befreit. Vielleicht tut es am nächsten Tag aber trotzdem noch genauso weh.
Und schlimmstenfalls bereut man es dann sogar: Vielleicht, weil der Brief eben doch eine schöne Erinnerung, das Kuscheltier unschuldig und der Ring echt teuer war.