Oft ist es einfach nur mühsam, wenn etwas glitcht: Das Internet kurz hängt, Netflix spontan abstürzt, die Handygrafik spinnt oder irgendwas flackert, das eigentlich nicht flackern sollte. Manchmal sind Glitches aber durchaus unterhaltsam, zum Beispiel, wenn drei identisch gekleidete Menschen direkt hintereinander im Zug sitzen oder Wolkenformationen aussehen wie Copy-Paste. Ein Glitch ist eine Art «Fehler im System» – ein kurzer Moment, in dem etwas nicht so ist, wie es sein sollte.
Und als solchen Störmoment versteht sich auch das Glitch Festival, das am Wochenende in St.Gallen stattfand. In Workshops, Filmen, Talks und Performances ging es um Körper, Sinnlichkeit und Sexualität jenseits von festgelegten Normen. Mehr dazu in der Festivalbesprechung.
Ausserdem im Newsletter: Im Konzert und Theater St.Gallen feierte am Samstag die Horror-Show Die Legende von Sleepy Hollow von Philipp Löhle Premiere. Und in der Konstanzer Altstadt verwandeln Markus Brenner und Jörg Hundertpfund in ihrer Doppelausstellung «This Is Not the End» einen «Brandort» in einen «Kunstort».