Es war ja fast unmöglich, es nicht mitzukriegen: In St.Gallen war wieder mal OpenAir. Regen, Sonne, Musik und Menschenmassen. Dazu 1000 neue Freund:innen und vermutlich den ein oder anderen Rausch.
Was da im Sittertobel Jahr für Jahr aus dem Boden gestampft wird, ist eine temporäre Kleinstadt. Oder vielleicht eher eine Kommune. Jedenfalls herrscht vier Tage Ausnahmezustand mit allem, was dazugehört. Flucht aus dem Alltag, Freiheit, Schabernack. Eine Utopie auf Zeit.
Ganz anders in Sophia Böschs Spielfilmdebüt Milchzähne: Da liegt die Zivilisation flach, alles Fremde ist eine potenzielle Bedrohung und Spass steht nicht gerade auf der Tagesordnung. Und was am OpenAir Ausgelassenheit und Exzess ist, ist hier Angst und Misstrauen. Als dann ein fremdes Kind auftaucht, gerät die fragile Ordnung ins Wanken.
Mehr dazu (und zu anderem) gibts weiter unten.
Und wer die OpenAir-Stimmung noch etwas verlängern will, hört vielleicht einfach mal bei The Muddy Souls rein …