Ein Mensch verschluckt im Schlaf jährlich acht Spinnen. Auch schon gehört, oder? Verlässliche Belege dafür gibts keine und ein kurzer Blick in die Biologie zeigt: Die Achtbeiner sehen zwar eher schlecht, was theoretisch für ein versehentliches Ins-Maul-Kriechen sprechen könnte, aber sie spüren Vibrationen.
Ein schlafender Mensch (mit oder ohne Geschnarche) ist für sie ein riesiger, vibrierender Haufen. Eine Bedrohung, um die sie wohl am liebsten einen weiten Bogen machen. Trotzdem: Der Spinnen-Verschluck-Mythos hält sich seit Jahren hartnäckig.
In die Ausstellung «Sehnsucht Mythos. Wie Geschichten unsere Welt gestalten» im Werk 2 in Arbon hat es diese Story aber nicht geschafft. Stattdessen geht es dort, um den «bösen Wolf», den Samichlaus, Hexen und Pfahlbauer. Mehr dazu in der Besprechung hier im Newsletter.
Dann laufen am Theater St.Gallen aktuell die St.Galler Festspiele: Unser Autor Peter Surber hat Aida für uns besucht. Und das Theater 111 blickt mit einem alten, amerikanischen Dichter in die Zukunft.