Wenn eine berühmte Person verstorben ist, wandelt sich deren Geburts- oder Todesdatum oftmals zu einem kollektiven Gedenktag. Dann lässt man ihr Vermächtnis (egal ob Musik, Literatur, Film oder was auch immer) aufleben und taucht ein in Erinnerungen an die «gute alte Zeit». Manchmal stellt man fest, dass das Werk überraschend anschlussfähig an die heutige Zeit ist – oder es irgendwie gar nicht gut gealtert ist. Das gemeinschaftliche Zelebrieren verbindet, festigt unser Selbstbild und stiftet Identität.
Mit dem Werk des verstorbenen Chansonniers Mani Matter setzt sich das St.Galler Theater Trouvaille in seinem neuen Stück auseinander – der Berner wäre dieses Jahr 90 Jahre alt geworden.
Derweil zeigen Kunstmuseum und Kunsthalle Appenzell eine Schau der libanesischen Künstlerin Caline Aoun. Das Besondere: «The Threshold of Impermanence» verändert sich über die sechsmonatige Laufzeit. Unveränderbar dagegen bleibt die Ausstellung im Naturmuseum Thurgau, in der sich alles um einen pelzigen Vierbeiner dreht.