2025 ist endlich Geschichte, es kann nur besser werden. Könnte man meinen. Aber die Geschichte hat kein Ende. Zumindest ist vorläufig keins in Sicht, denn die erstarkenden Autokratien, zu denen auch die USA aufrücken, werkeln gemeinsam mit den mächtigen globalen Techkonzernen fleissig weiter am allgemeinen Zerfall und Niedergang. Die Medien lassen sich gerne ablenken und erheben jeden unfertigen Gedankenfurz, jede noch so bedeutungslos-wirre Halbsatzbotschaft, die der Orangenmann im Weissen Haus absondert, zur Headline. Und über Lügen, Hass, Gift und Galle und Massentod, die der Kremlherrscher verbreitet, mag man sich gar nicht mehr empören, sie gehören einfach zum Weltgeschehen.
Bei der gegenwärtigen Newslage ist man versucht, sich einfach in sein warmes gemütliches Schneckenhäuschen zurückzuziehen, sich zum nächsten Cordon bleu zu retten, die Platten unbeschwerterer Jugendtage aufzulegen, lieber nochmals warmes Badewasser nachzufüllen statt aus der Wanne zu steigen und sich generell nur noch um seinen eigenen Mist zu kümmern.
Dabei ist Gemeinsinn und Gemeinschaft gerade heute gefragter denn je. Und es ist ganz leicht: Statt ungefragt einfach eine vorgefertigte Playlist zu teilen (früher musste man sich hierfür immerhin noch die Zeit nehmen, eine Kassette aufzunehmen, und sich die Liste dabei in voller Länge anhören), gemeinsam mit Freund:innen ans Konzert gehen. Statt Fertigpizza aus dem Ofen, Spaghetti mit der Nachbarschaft. Bildet Banden, gründet Bands, tretet Vereinen bei, geht raus, habt euch lieb! Lasst die Twenties «roaren»! Und haltet diesem ganzen geopolitischen Dreck ein strahlendes Lachen entgegen. Nur schon, um den oligarchischen Einschüchterungsversuchen nicht zu erliegen. Freude aus Trotz ist immer noch Freude.