Im Würth Haus in Rorschach dreht sich derzeit alles um Sport und Freizeit. Zwei Bereiche, die längst von unserer Leistungsgesellschaft durchdrungen sind.
Wir wollen unsere Freizeit möglichst produktiv nutzen und machen sie damit selbst zur Leistungskategorie: Achtsamkeits-Apps helfen beim bewussten (und digital überwachten) Entspannen. Joggen wird durch Podcasts zum Bildungserlebnis und Yoga mutiert zur 30-Tage-Challenge. Netflix-Schauen ist nur dann akzeptabel, wenn es sich um eine «anspruchsvolle Serie» handelt. Schritte sammeln wir wie Kumuluspunkte.
Da einfach mal ganz frech unproduktiv zu sein, ist schon fast ein Akt der Rebellion. Und wers auch noch ohne schlechtes Gewissen macht, wird vielleicht nicht die Welt retten, aber immerhin ein bisschen sich selbst.