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In der Ausstellung «The Lure of Image» im Fotomuseum Winterthur geht es um unseren hemmungslosen Bildkonsum im Zeitalter von Social Media. Und Fakt ist: Wir können diesen Medien etwa so gut widerstehen wie Fruchtfliegen einem Schäleli Essigwasser mit Seife. Reinstürzen und fröhlich ersaufen. Weils einfach geil ist, für die einen das Essigwasser, für die anderen das endlose Scrollen im Netz.
Unsere Bildschirmzeit wollen wir lieber gar nicht so genau wissen. Aber wenn sie mal unter zwei Stunden liegt, fühlen wir uns wie Held:innen. Und Held:innen sind wir auch dann, wenn wir einem Post zu Gleichstellung, Klimaschutz oder was auch immer ein Like schenken. Engagement next level! Zufrieden klopfen wir uns auf die Schulter, ärgern uns kurz darauf über «Morning routine»-Videos auf TikTok – und vier Stunden später noch mehr über uns selbst.
Darüber, dass wir so leicht zu ködern sind. Anspruchslos wie Fruchtfliegen.
In dem Sinne: viel Spass beim Newsletter. Wir sind dann mal am Scrollen. Bis in zwei Wochen (nächste Woche gibts keinen Kultur-Newsletter)
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