Endlich wieder Theater, das sich was traut! Dieses Stück ist wirklich absolut sehenswert, nur schon wegen der üppigen Ausstattung und dem monumentalen Bühnenbild. An der kürzlichen Wiederaufnahme war entsprechend Prominenz im Publikum. Musikalisch gab es zwar noch Luft nach oben, aber diese Inszenierung lebt ohnehin primär vom durchwegs hochkarätigen Ensemble, das dieses Absurde Theater nicht besser hätte darbieten können, von den Hauptprotagonist:innen bis zu den Nebenrollen.

Gerade die weiblichen Parts, äusserst komplexe Figuren, haben die Gratwanderung zwischen eiserner Selbstdisziplin und innerer Zerrissenheit wirklich sehenswert vorgetragen. Sanft und doch pointiert haben die Kostüme ihrem delikaten Spiel Nachdruck verliehen. Kompliment an die Requisite!

Die wesentlich holzschnittartigeren Männerfiguren wären angesichts so viel weiblicher Souveränität fast untergegangen – wäre da nicht dieses kraftvolle Libretto, das in einer beneidenswerten Schlichtheit Themen von immenser Sprengkraft auf die Bühne bringt, vorgetragen von seinem Schöpfer selbst. Hier schafft es einer, mit seinem ihm ureigenen Duktus die existenziellen Fragen anzupacken und sich mit den ganz Grossen des Genres auf eine Stufe zu stellen, fast ungeschminkt und ohne modischen Schnickschnack – eine Offenbarung.

Und wie in jedem gelungenen Stück, verhilft dem Hauptprotagonisten erst ein Sidekick zu echter Grösse. Auch dieser ist exzellent besetzt, fast nicht mehr von dieser Welt. Mimik und Gestik lassen so viel Interpretationsspielraum offen, dass selbst erfahrene Kritiker:innen nur schwer benennen konnten, was sie da gerade live miterlebt haben. Noch zeitgemässer und dennoch historisch verwurzelt kann Theater nicht mehr sein.

Wir können das Stück wirklich nur wärmstens empfehlen: The Second Inauguration Of Donald Trump läuft bis auf Weiteres im Replay auf allen Kanälen. Es wird unsere Kultur für immer verändern.

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24. Januar, 22 Uhr,
Palace St.Gallen

No shame in hope (eine Jogginghose ist ja kein Schicksal)

Das ist das Happy End, oder? Luca, Carla und Linn sitzen in einem heruntergekommenen Imbiss und warten auf den Bus. Allerdings gibt es neben Pommes und Currywurst nur warmes Dosenbier. Zuvor sind sie in einer Klinik aufeinander getroffen, haben sechs Wochen gemeinsam Gruppentherapien besucht, sich im Solebad treiben lassen und Wunden geheilt. Jetzt sind die Jogginghosen abgelegt und funkelnde Pailletten bilden das Outfit der Wahl. Das muss also wirklich das Happy End sein.

Warum ist psychischer Schmerz in unserer Gesellschaft immer noch so tabu? Und sind Depressionen der einzige Weg, dieser «komplexen Beschissenheit der Dinge» zu begegnen? Mit einer ordentlichen Portion Pommes, Humor und Sprachgewandtheit erzählt Svealena Kutschke die Geschichte von vier Frauen in einer trostlosen Welt. Und was hat es eigentlich mit diesem Chor auf sich, der von Carla, Luca und Linn immer wieder Besitz ergreift?


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 (Info)

24. und 25. Januar, 20 Uhr,
Stadttheater Konstanz

Spagatklubfestival

Die vier Lokale Palace, Flon, Talhof und Grabenhalle prägen die Nachtkultur der Stadt St.Gallen seit Jahren. Schon seit einiger Zeit werden Ressourcen und Wissen geteilt und gemeinsame Haltungen für die Nachtkultur erarbeitet. Schritt für Schritt rücken die Hütten, Häuser und Hallen näher zueinander.   Das spagatklubfestival entspringt einem Zusammenschluss zwischen den Betriebs- und Programmgruppen eben dieser vier Lokale.

Dieses Wochenende findet es zum dritten mal statt. Unter anderem mit Odd Beholder, Lord Kesseli & The Drums, Sha Ru, 3Yooni, Mercedes Soundsystem, Beurre und vielen weiteren Acts.


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25. Januar, 21 Uhr,
Grabenhalle, Flon, Talhof und Palace St.Gallen

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Rembetiko-Abend mit Mavro Meli

Konzert, 24.01.2025, 20:15 Uhr, Bild-Rauschen-Studio, Bürglen TG

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Bundesordner 2024

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Zukunft made in Toggenburg

Bühne, Vorstellungen von 16.01. bis 25.01.2025, Chössi Theater, Lichtensteig

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Seitenwagen: Eline Kersten. While the fire burns

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Denn in den Wäldern sind Dinge...

Ausstellung vom 24.11.2024 bis 02.02.2025, Kunst(Zeug)Haus, Rapperswil-Jona

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No shame in hope (eine Jogginghose ist ja kein Schicksal)

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Ilija – Ein Tuch mit zwei Gesichtern

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