Cave idus marties! Und für alle, die kein Asterixlatein beherrschen: Hüte dich vor den Iden des März! Es sind die Worte, mit denen ein Seher Julius Cäsar vor seinem grossen Unglück gewarnt haben soll. Der politische (und handfest-physische) Mord wurde Tatsache. So etwas ist hierzulande zum Glück nicht nötig, hier treten Bundesrät:innen in der Regel noch freiwillig zurück. Und halten sich die möglichen Nachfolger:innen in der Regel auch vornehm zurück mit Bekundungen ihres Willens zum Amt.

Nicht so der Bauernpräsident Markus Ritter, der offensichtlich ganz giggerig aufs Verteidigungsministerium schielt und sich in der Frühlingssession (um die Iden des März) wählen lassen will. Ritter, der designierte NATO-Landsknecht mit dem grossen Verständnis für ökologische Zusammenhänge (vermehrt Rotmilansichtungen über seinem Altstätter Biohof als Indikator für eine gesunde Biodiversität), will in seinem Wunschjob 150 Prozent Einsatz geben. Da wird doch dem einen oder der anderen Bundesbeamt:in im VBS etwas gschmuch. Hier will einer ausmisten, der etwas davon versteht. Und obendrein einer, der sich Ernst Laur zum politischen Vorbild genommen hat, wie er Ende 2023 der «NZZ am Sonntag» eröffnete (Artikel hinter Paywall). Zur Erinnerung: Laur war der erste und langjährige Präsident des Schweizerischen Bauernverbands, der «Blut-und-Boden-Bauerngeneral», der zwischen der Schweizer Bauernpolitik und der Agrarpolitik des Nationalsozialismus eine «weitgehende Übereinstimmung» feststellte und dem der Erhalt des Bauernstandes wichtiger war als der Erhalt der Demokratie. Von Historiker Hans Fässler in einem offenen Brief auf die Geisteshaltung seines Idols angesprochen, gabs von Markus Ritter bis heute keine Antwort. Ja, also so einer will jetzt unbedingt Bundesrat werden. Gott – oder in diesem Fall die vereinigte Bundesversammlung – bewahre!

Wir sind für diese Woche aber noch nicht ganz am Ende unseres Asterixlateins. Cave Ideas Merzianas – Hüte dich vor den Ideen des Merz! Dieser, der CDU-Friedrich nämlich, hat diese Woche gemeinsam mit der erstarkenden AfD der sogenannten «deutschen Willkommenskultur» politisch den Garaus gemacht und eine Verschärfung der deutschen Asylpolitik eingeleitet. Gegner:innen sehen darin auch den endgültigen Einsturz der «Brandmauer» gegen die extreme Rechte im Bundestag, auch wenn Merz beteuert, das Gegenteil sei der Fall und es werde nie zu einer Regierungsbeteiligung der AfD kommen. Wirtschaft und Wohlstand der biodeutschen Bevölkerung sind mit dem asylpolitischen Symbolakt zwar nicht gerettet, aber immerhin ist jetzt für ein bisschen Stimmung im deutschen Wahlkampf gesorgt, schö-lölö-lö. Vomere necesse est.

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Saiten im Februar: Lauter Löcher

Wie gehts weiter ohne Autobahnloch im Güterbahnhofareal? Wie weiss der Penis, in welches Loch er muss? Und wer hat eigentlich Ernst S. eingelocht? Alles nachzulesen in unserem Februarheft. Und noch allerhand mehr, zum Beispiel warum die Kyiver Tauben in kleinen Palästen leben.  weiterlesen

Der Dornröschenschlaf dauert an

Die Entwicklung des St.Galler Güterbahnhofareals wäre durch den Bau eines Autobahnanschlusses auf Jahre blockiert gewesen. Das Nein der Stimmberechtigten eröffnet zwar neue Perspektiven, geplant wird trotzdem nicht so bald. weiterlesen

Aus dem Schatten

Was mit Gedichten und dazugehörigen Gemälden begann, wurde bald zum multimedialen Grossprojekt. Die Herisauer Dominik Lämmler und Sam Liechti, Schöpfer des Projekts «Hallers Erben», können dabei auf tatkräftige Unterstützung zählen. weiterlesen

Auf- und Abschwung einer Zukunftsstadt

Weltpremiere eines Ostschweizers an den 60. Solothurner Filmtagen: In Asphalte public erzählt der in Biel lebende St.Galler Jan Buchholz wie in seiner Wahlheimat auf 5082 Quadratmetern Asphalt zwei Welten aufeinander prallen. Ein reines Vergnügen. weiterlesen

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Vom Affen gebissen

Wer am 31. Januar in der St.Galler Innenstadt Gorillas begegnet, muss nicht befürchten, dass dieses Jahr die Fasnacht früher begonnen hat. Es handelt sich bloss um den National Gorilla Suit Day, den der legendäre «Mad»-Comiczeichner Don Martin 1963 in der Sammlung Don Martin Bounces Back ins Leben gerufen hat. Seither zelebrieren seine Fans diesen Tag jährlich am 31. Januar: An diesem Tag geht man mit einem Gorillakostüm oder einer Gorillamaske zur Arbeit, zum Feierabendbier oder in den Ausgang. Warum? Das wissen wir auch nicht so genau. Wir stellen es uns trotzdem spassig vor. Vor allem, wenn die affige Party im St.Galler Musik-, Kleider- und Allerleiladen Klang und Kleid steigt – mit Musik von DJ Tropicana Joe, einem Star der Tiki-Szene, einem Auftritt des Vibraphon-Musikers Mat Binswanger und einem zweiteiligen Konzert der Winterthurer Band Men From S.P.E.C.T.R.E., die mit ihrem fiebrigen Sound zwischen Krautrock und Space Rock aus einem schrägen Agentenfilm gefallen zu sein scheint. Ein heisser Abend wird es also auch ohne Gorillakostüm.

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31. Januar, 19 Uhr, Klang und Kleid St.Gallen

Gay Gay Bar im Palace

Lady Gaga soll einmal gesagt haben: «Being gay is like glitter, it never goes away.» Und das ist auch super so – gerne mehr! Tja, wie der Glitzer und die Gays sind auch die vielen Lady-Gaga-Hits nie verschwunden, sie sind zu Hymnen der queeren Community geworden und reihen sich in jene von Madonna, David Bowie, Prince und Elton John ein. Diesen Abend sind sie alle zu hören: Hits Hits Hits bis in die späte Nacht. Das Highlight ist um Mitternacht: Dann tritt das St.Galler Draghouse Pastell Kollektiv mit einer Lipsync Performance auf. In den restlichen Stunden werden DJ pink pilates strut pop princess, DJ Eierstich und DJ Kutschenfahrt die Bude mit den besten Pride-Evergreens zum Tanzen bringen. Alles ausgeleuchtet in der gaysten Farbe aller Farben: Pink! Und natürlich gibt's für alle Glitzer auf die Fresse. Der ist zwar biologisch abbaubar, weiterscheinen wird er aber trotzdem – und die Welt gayer machen.

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31. Januar, 22 Uhr, Palace St. Gallen

Kunst ist eine schwarze Piste

Die Kunst – Kernkompetenz und einzige Konstante des «Grauen Himmels», weil sie vor der Gewohnheit schützt und alles möglich macht. Zum Beispiel, ein gewöhnliches Einfamilienhaus an der Schneebergstrasse in etwas völlig Ungewöhnliches zu verwandeln. Man hält sich an die Vergangenheit, in der man im Sommer in den See und im Winter in den Schnee ging. Doch diese Welt unserer Kindheiten existiert vielleicht nicht mehr. Die Sommer werden zu Regenzeiten und die Winter neblig warm.

Das Haus an der Schneebergstrasse 50 stammt aus dem Höhepunkt der guten alten Zeit, als die Wirtschaft noch brummte, die Mittelschicht florierte und das Wort «Klimawandel» noch gar nicht erfunden war. Der «Graue Himmel» ist ein Abgesang auf diese Zeit und ein Ausblick in die Zukunft. Man holt den Berg in die Stadt, wenn die Stadt nicht mehr auf den Berg kann. Die Kunst ermöglicht es, im grauen Schnee zu stapfen und geile Lawinen auszulösen. Zur Eröffnung der «kleinsten Skipiste der Welt» ist auch eine Performance von Roman Signer angekündigt.

Hier gehts zur Saitenvorschau.

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01. Februar, 13 Uhr, Grauer Himmel St.Gallen

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Seitenwagen: Eline Kersten. While the fire burns

Ausstellung vom 25.08.2024 bis 02.02.2025, Kunst(Zeug)Haus, Rapperswil-Jona

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Denn in den Wäldern sind Dinge...

Ausstellung vom 24.11.2024 bis 02.02.2025, Kunst(Zeug)Haus, Rapperswil-Jona

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Gesprächsreihe: City Beautiful! Ideales erträumen

Ausstellung, 03.02.2025, 18:30 Uhr, Architektur Forum Ostschweiz, St. Gallen

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No shame in hope (eine Jogginghose ist ja kein Schicksal)

Bühne, Vorstellungen von 17.01. bis 13.02.2025, Stadttheater Konstanz, Konstanz

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Ilija – Ein Tuch mit zwei Gesichtern

Ausstellung, Vorstellungen von 04.09.2024 bis 23.02.2025, open art museum, St. Gallen

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Eiszeit

Ausstellung vom 12.10.2024 bis 23.02.2025, Naturmuseum St.Gallen, St. Gallen

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Heimspiel 2024

Ausstellung vom 14.12.2024 bis 02.03.2025, Diverse Orte, Ostschweiz

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Dokustation Heimspiel 2024

Dokustation, 13.12.24 bis 2.3.24, 24/7, AUTO (Visarte Ost), St. Gallen

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Aus der Sammlung der Kulturstiftung FL: Linie – Strich – Struktur

Ausstellung vom 28.01. bis 09.03.2025, Kunstraum Engländerbau, Vaduz

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Anne Marie Jehle – Jeder Spiesser ein Diktator

Ausstellung bis 09.03.2025, Kunstmuseum, St. Gallen

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Werkstattschau mit Dafi Kühne

Ausstellung vom 20.09.2024 bis 16.03.2025, Gewerbemuseum Winterthur, Winterthur

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Franziska Moltenbrey: Insectum – einschneidende Ereignisse

Ausstellung vom 30.11.2024 bis 23.03.2025, Naturmuseum Thurgau, Frauenfeld

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Kunst ist eine schwarze Piste

Ausstellung vom 01.02. bis 31.03.2025, Grauer Himmel, St. Gallen

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Mein Garten

Ausstellung vom 28.04.2024 bis 06.04.2025, Kunst(Zeug)Haus, Rapperswil-Jona

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Circle of Water. Textilien im Fluss

Ausstellung vom 08.11.2024 bis 21.04.2025, Textilmuseum, St. Gallen

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Lighten Up! Im Rhythmus von Tag und Nacht

Ausstellung vom 21.11.2024 bis 11.05.2025, Gewerbemuseum, Winterthur

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Atiéna R. Kilfa – Wonder Lust

Ausstellung, Vorstellungen von 07.02. bis 06.07.2025, Kunstzone in der Lokremise, St.Gallen

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Wald. Pöschelibock, Waldteufel und Laubsack

Ausstellung vom 30.11.2024 bis 07.09.2025, Museum Appenzell, Appenzell

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Hauptsache gesund – Eine Ausstellung mit Nebenwirkungen

Ausstellung vom 10.11.2024 bis 26.10.2025, Stapferhaus Lenzburg, Lenzburg

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