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Sind wir mal gespannt, was es uns dieses Wochenende reinschneit. Gemeint sind weder Pulver noch Pflotsch, sondern die Abstimmungsresultate. Bei allen vier nationalen Vorlagen handelt es sich um Beschlüsse, die das bürgerlich dominierte Bundesparlament ausbaldowert hatte und gegen die das Referendum ergriffen worden ist. Und Umfragen deuten darauf hin, dass die Arbeit der Volksvertreter:innen in Bern immer weniger goutiert wird. Dann nämlich, wenn es nicht um rechte Identitäts- und Hetzpolitik geht, sondern um existenzielle Verteilfragen geht.
Der geplante Autobahnausbau, die Beschneidung der Rechte der Mieter:innen zugunsten der Vermietenden sowie die neuen Finanzierungsregelungen im Gesundheitswesen könnten am Sonntag durchaus allesamt Schiffbruch erleiden. Es wäre – nach dem Ja zur 13. AHV-Rente und dem Nein zur BVG-Reform – eine veritable Krise des Vertrauens in die politische Elite des Landes, zeigt aber auch, dass sich die bürgerliche Politik immer weiter von den Anliegen der Menschen entfernt.
Trotz gegenteiliger Behauptungen machen die rechtsbürgerlichen Parteien vor allem Politik für Wenige, für die Lobbys, die sie vertreten, und zu ihren eigenen Gunsten. Samuel Tanner schrieb in der «NZZ» in einem Kommentar zur 13. AHV von der «Schweiz als Selbstbedienungsladen» für die Reichen und Politologe Lukas Golder spricht von einer «Vertrauenskrise von Links». Aber freuen wir uns nicht zu früh, noch ist der Abstimmungssonntag nicht rum, und möglicherweise verfängt diesmal wieder die übliche bürgerliche Angstmacherei vor der wirtschaftsschädigenden Wirkung linker Forderungen.
Im Kanton St.Gallen dürften die Resultate ernüchternd bleiben. Hier wird nach wie vor stramm bürgerlich gewählt und abgestimmt. Das ändert sich vermutlich nicht einmal dadurch, dass jetzt bekannt wurde, dass das Ja-Komitee zur Erhöhung des kantonalen Pendlerabzugs – der weite Arbeitswege mit dem Auto steuerlich begünstigen und damit den Kantonshaushalt massiv belasten würde – in seiner Kampagne gelogen hat. Es hat auf Flyern und auf seiner Homepage behauptet, die Kantonsregierung sei ebenfalls für ihre Vorlage, was nachweislich nicht stimmt. Die Regierung ist gegen die Vorlage, sie hat das ursprünglich von der SVP eingebrachte Anliegen zuerst abgelehnt und später den vom Kantonsparlament geforderten Abzugsbetrag von 8000 Franken auf 6000 kürzen wollen. Erfolglos, das Parlament hielt an den 8000 fest. Man sei halt davon ausgegangen, die Regierung stelle sich automatisch hinter die Forderung des Parlaments, wie das auch auf nationaler Ebene die Regel sei, so die billige Ausrede des bürgerlichen Ja-Komitees.
Besonders interessant wird sein zu erfahren, wie die Stadt St.Gallen über den Autobahnausbau abstimmt. Würde die Stadtbevölkerung diesen ablehnen, wäre das unabhängig vom Gesamtresultat ein weiteres deutliches Zeichen an den Stadtrat, sich endlich und in aller Deutlichkeit gegen den geplanten Anschluss am Güterbahnhof auszusprechen. Bei einem städtischen Nein könnte er sich nicht mehr länger hinter alten Versprechen und noch älteren Abstimmungsresultaten verstecken.
Also, ab an die Urnen!
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Ein Stern ist weg
Die Nummer 027 der St.Galler «Allerstern»-Weihnachtsbeleuchtung fehlt. Neuste Hinweise zeigen: Er ist nicht verschwunden, sondern einfach unterwegs. Auf Reisen.
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Wer gewinnt den bandXost 2024?
Am Samstag findet in der Grabenhalle der Final des diesjährigen bandXost statt. Acht Ostschweizer Nachwuchskünstler:innen treten gegeneinander an. Wir stellen sie euch hier vor.
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Etwas Hoffnung in düsteren Zeiten
Auf dem Debütalbum I Think I Love The World Again ihres neuen Liveband-Projekts La Lowman experimentiert Marina Niedermann mit verschiedenen Genres, bleibt ihrem bedächtigen Sound und den leicht angezerrten Gitarren aber treu. Der Lo-Fi-Pop aus der Ostschweiz braucht den internationalen Vergleich nicht zu scheuen.
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Wohneigentum im Fünfeck-Hochhaus
Vor eineinhalb Jahren stellte die Immobilien-Entwicklerfirma Halter die Idee für ein Hochhaus an der St.Galler Bogenstrasse, neben dem Areal von Bischoff Textil und gegenüber der Kreuzbleiche, vor. Jetzt hat der Sachverständigenrat für Städtebau grünes Licht für die weitere Planung gegeben.
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Saiten empfiehlt
Beak>
Überraschung: Beak> veröffentlichten ohne Ankündigung ihr erstes Album seit sechs Jahren mit dem treffenden Titel >>>>. «Im Kern wollten wir immer, dass es Musik für den Kopf ist, die als Album und nicht als einzelne Songs gehört wird. Deshalb veröffentlichen wir dieses Album ohne Singles oder Promo-Tracks», sagt die Band.
Beak>, das Trio aus Bristol, wurde 2009 von Geoff Barrow (Portishead), Billy Fuller und Will Young gegründet und besticht durch einen einzigartigen Sound, der Krautrock, Post-Punk und experimentelle Klänge vereint. Ihre Musik ist hypnotisch, mit minimalistischen Beats, düsteren Basslinien und atmosphärischen Synthesizern, die eine unverwechselbare Klanglandschaft schaffen. Bekannt für ihre intensiven Live-Auftritte und gefeierten Alben wie Beak> und >>>, hat die Band eine stetig wachsende Fangemeinde gewonnen und bietet ein Hörerlebnis abseits des Mainstreams, das gleichermassen herausfordert und belohnt.
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(Info)
23. November, 19 Uhr,
Salzhaus Winterthur
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Paris / Spoken History
Von März bis Juni 2024 realisierten Harlis Schweizer Hadjidj und Hans Schweizer das Folgeprojekt «Paris / Spoken History» im Atelier der Visarte Ost an der Cité Internationale des Arts in Paris. Sie suchten die Orte auf, an denen Hans Schweizer von 1960 bis 1969 gelebt, studiert und gearbeitet hat. (Sie haben uns für das Juniheft eine Flaschenpost geschickt.)
Vor Ort entstanden Audioaufnahmen, die auf den erzählten Erinnerungen von Hans Schweizer an diese Zeit basieren. Zeichnerisch hielt Harlis Schweizer Hadjidj das Gehörte sowie Momentaufnahmen der Architekturen, Wohnungen und Plätze in ihrer heutigen Gestalt fest. Eine Auswahl dieser audiovisuellen Rundgänge ist im Ausstellungsraum AUTO zu sehen. Ergänzt wird die Ausstellung durch eine olfaktorische Intervention von Clément Varin und einen Dokumentarfilm über das Projekt von Aglosg.
Am Sonntag um 15 Uhr führt Harlis Schweizer Hadjidj durch die Ausstellung, die noch bis zum 5. Dezember geöffnet ist. Dann ist um 19 Uhr Finissage.
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(Info)
24. November, 15 Uhr,
AUTO St.Gallen
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Hugo Race & Michelangelo Russo (Aus/ita)
Am Sonntag kommt der australische Gitarrist und Klangforscher Hugo Race nach 2011 (damals mit den Fatalists) in die Grabenhalle. Der Mitgründer von Nick Caves Band The Bad Seeds besucht die Gallenstadt dieses Jahr in Begleitung von Michelangelo Russo, seinem langjährigen musikalischen Weggefährten aus Italien.
Seit drei Jahrzehnten arbeiten die beiden in verschiedenen Projekten zusammen und erkunden die Grenzgebiete zwischen Roots Rock, Avantgarde, Industrial und Ambient. Im Gepäck haben sie ihr kürzlich erschienenes Album, das zweite, das sie als Duo herausbrachten. «100 Years» ist, wie schon sein Vorgänger, dem Blues-Grossmeister John Lee Hooker gewidmet. Der perfekte Soundtrack für einen sphärischen Ritt durch schummrige Herbstnebelnächte.
Zur Veranstaltung
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(Info)
24. November, 20 Uhr,
Grabenhalle St.Gallen
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Frank Urbaniok denkt Bach
Vortrag, 22.11.2024, 19:30 Uhr, St. Laurenzenkirche, St. Gallen
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Feuergarten
Diverses, Vorstellungen von 28.09. bis 23.11.2024, Ostschweiz, Ostschweiz
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3. Rorschach Unplugged
Konzert, 23.11.2024, 18 Uhr, Kornhaus Kulturraum, Rorschach
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Pantalla Latina
Ausstellung vom 14.11. bis 23.11.2024, Kino Scala, St. Gallen
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Furia
Konzert, 23.11.2024, 20 Uhr, Kult Bau, St. Gallen
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Dogo Totale - Körper
Ausstellung vom 09.11. bis 23.11.2024, Alte Turnhalle, Lichtensteig
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Experimental Ecology
Ausstellung vom 06.04. bis 24.11.2024, Kunstmuseum SG, St. Gallen
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Hugo Race & Michelangelo Russo (Aus/ita)
Konzert, 24.11.2024, 20 Uhr, Grabenhalle, St. Gallen
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«Ich-Ausplauderungen» von Nelly Bütikofer
Bühne, Vorstellungen von 23.11. bis 24.11.2024, Raum für Literatur, St. Gallen
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Kuratorengespräch zu Ilija Bašičevič
Vortrag, 27.11.2024, 18 Uhr, open art museum, St. Gallen
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ABGESAGT: Projekt Mick Strauss (Moriarty) – In The Dark
Konzert, 29.11.2024, 19:30 Uhr, Grabenhalle, St. Gallen
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Upcycling Music - eine interaktive Musikausstellung
Ausstellung vom 01.11. bis 01.12.2024, Naturmuseum Thurgau, Frauenfeld
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Harlis Schweizer Hadjidj und Hans Schweizer "Paris/ Spoken History"
Ausstellung vom 07.11. bis 05.12.2024, AUTO, St. Gallen
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Biedermann und die Brandstifter
Bühne, Vorstellungen von 18.10. bis 05.12.2024, Stadttheater, Konstanz
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16 Tage gegen geschlechts-spezifische Gewalt
Aktionstage vom 25.11. bis 10.12.2024, Diverse Standorte, Kanton St.Gallen
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Die schönsten Bücher
Ausstellung, Vorstellungen von 14.11. bis 14.12.2024, Bibliothek Hauptpost, St. Gallen
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Claudia Larcher – Hallucinations
Ausstellung vom 22.10. bis 15.12.2024, Kunstraum Engländerbau, Vaduz
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Auf die Insel fertig los
Bühne, Vorstellungen von 17.11. bis 25.12.2024, Werkstatt, Konstanz
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Thi My Lien Nguyen – Shaping Fluidity
Ausstellung vom 07.09.2024 bis 31.12.2027, Kunstmuseum SG, St. Gallen
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Seitenwagen: Eline Kersten. While the fire burns
Ausstellung vom 25.08.2024 bis 02.02.2025, Kunst(Zeug)Haus, Rapperswil-Jona
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Denn in den Wäldern sind Dinge...
Ausstellung vom 24.11.2024 bis 02.02.2025, Kunst(Zeug)Haus, Rapperswil-Jona
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Ilija – Ein Tuch mit zwei Gesichtern
Ausstellung, Vorstellungen von 04.09.2024 bis 23.02.2025, open art museum, St. Gallen
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Eiszeit
Ausstellung vom 12.10.2024 bis 23.02.2025, Naturmuseum St.Gallen, St. Gallen
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Anne Marie Jehle – Jeder Spiesser ein Diktator
Ausstellung bis 09.03.2025, Kunstmuseum, St. Gallen
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Werkstattschau mit Dafi Kühne
Ausstellung vom 20.09.2024 bis 16.03.2025, Gewerbemuseum Winterthur, Winterthur
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Mein Garten
Ausstellung vom 28.04.2024 bis 06.04.2025, Kunst(Zeug)Haus, Rapperswil-Jona
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Circle of Water. Textilien im Fluss
Ausstellung vom 08.11.2024 bis 21.04.2025, Textilmuseum, St. Gallen
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Lighten Up! Im Rhythmus von Tag und Nacht
Ausstellung vom 21.11.2024 bis 11.05.2025, Gewerbemuseum, Winterthur
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Hauptsache gesund – Eine Ausstellung mit Nebenwirkungen
Ausstellung vom 10.11.2024 bis 26.10.2025, Stapferhaus Lenzburg, Lenzburg
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Die Wochenschau von Saiten erscheint immer freitags. Sie bietet einen Überblick der aktuellsten Texte auf saiten.ch und enthält drei Tipps fürs freudige Wochenende.
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