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Zentrumslasten kennt man, haben schliesslich alle. Aber kennt ihr auch Peripherielasten? Zum Beispiel hat die Weltraumforschung kürzlich herausgefunden, dass die Erde vor zirka 466 Millionen Jahren (von der Gründung der SVP an retour gerechnet) noch einen Ring hatte. Wie Saturn oder – etwas weniger gut sichtbar – die anderen Gasriesen. Vom streitlustigen Nachbarplaneten Mars wusste man seit einiger Zeit, dass auch er einmal einen Ring besass, aber irgend so ein Zwerg hat ihn, wenn die Berichte stimmen, gestohlen und in einen Vulkan geworfen.
Und jetzt also die Erde. Ihr Ring entstand vermutlich aus einem Asteroiden, der nicht auf die Erde stürzen wollte oder konnte, sich von ihrer Gravitationskraft aber trotzdem so irritiert fühlte, dass er in Millionen Teile zersprang und sich um den Äquator ringte. Kein Märchen. So in etwa ging das gemäss wissenschaftlicher Erkenntnisse. (Sorry, sind halt keine All-Fachleute hier in der Redaktion.)
So ähnlich stellen wir uns auch die Geschichte des Ringkantons St.Gallen vor. Da war zuerst nichts ausser Stadt mit berühmtem Kloster und noch berühmterer Bibliothek, im Kern zusammengehalten von einem Amalgam aus Kalbsbrät, irischem Talg und Bärendreck. Dann rauschte irgendwann ein gigantischer Knäuel Landmenschen an. Sein Subventionsdüsenantrieb bildete einen leuchtenden Schweif, den man sogar noch vom Mond aus hätte sehen können, aber damals gabs natürlich noch keine entsprechenden Weltraumtourismusangebote. Der riesige Knäuel wurde aber nicht in die Stadt eingelassen, weshalb er wie ein verunsicherter Asteroid zersplitterte und sich ringförmig im Gravitationsfeld der Kantonshauptstadt ansiedelte.
Hin und wieder stürzt ein einzelner Landmenschbrocken in die Stadt (sofern er nicht vorher in der grünen Zone verglüht), hinterlässt ausser einer Russspur und ein paar zugestellten oberirdischen Parkfeldern aber in der Regel keine grösseren Schäden. Solche Einschläge häufen sich statistisch in der sogenannten «blauen Zone». Auch in der bevorstehenden jährlichen Hochsaison, im Fachjargon: Oktober-Landmensch-Akkretion (OLMA), wenn die Einzelbrocken schwarmartig auf die Stadt niedergehen, besteht keine existenzielle Gefahr für die Menschheit. Irgendwann wird die Peripherielast ohnehin wieder verschwunden sein. Von ganz allein, genau wie einst der Erdenring. Bis dahin können aber gut und gern noch ein paar Millionen Jahre ins Land ziehen. Wir müssen uns also noch etwas gedulden mit dem Bau einer neuen Zentrumsbibliothek. Und hoffen, dass wir auf absehbare Zeit von weiteren Knäueln verschont bleiben.
Und zum Schluss noch ernsthaft: Unser Crowdfunding für den neuen Kulturnewsletter und eine vierte Redaktionsstelle läuft nur noch sieben Tage. Es fehlen, Stand Freitagmittag, immer noch 25'000 Franken. Also, wer noch nicht hat, bitte hier entlang. Und kommt morgen Samstag zahlreich an unseren Kongress zum Kulturjournalismus der Zukunft in die Hauptpost St.Gallen, es erwarten euch spannende Programmpunkte mit Gästen von nah und fern. Und wers am Nachmittag nicht schafft: Am Abend steigt dann die fette Saiten-Sause zum 30. im Palace. Tadaaa!
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Wie weiter, Kulturjournalismus?
Saiten feiert das 30-Jährige und blickt voraus: Am Samstag laden wir zum grossen Kongress zur Zukunft des Kulturjournalismus – ab 15 Uhr in der St.Galler Hauptpost.
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Scheinwerfer beleuchten fake Märchenwelt
Die aberwitzige Prokofjew-Oper «Die Liebe zu den drei Orangen» beleuchtet das zeitlose Spiel zwischen Traumwelt und Realität. Am Freitag feiert die Inszenierung am Theater St.Gallen Premiere. von Viviane Sonderegger
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Kulturstammtisch: Musikförderung wohin?
Eine Initiave aus Basel stellt Förderungspraktiken in Frage. Im Eisenwerk Frauenfeld diskutierten Rona Diem, Fabian Gisler und Christoph Trummer mit Eric Facon über die Zukunft der Musikförderung. Hier der Podcast zum Nachhören.
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Kult-X kämpft um seine Zukunft
Im Kult-X wurde in den vergangenen zwei Jahren kräftig aufgeräumt und es wurden Wogen geglättet. Dennoch ist die Zukunft des Kreuzlinger Mehrspartenhauses ungewiss. Ob es die Stimmberechtigten weiterhin finanziell unterstützen möchten, zeigt sich am Sonntag. von Judith Schuck
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Saiten empfiehlt
Kongress zum Kulturjournalismus
der Zukunft
Saiten möchte dem Kulturjournalismus wieder eine Zukunftsperspektive bieten. Der Kongress richtet sich nicht nur an Berufsleute, sondern auch an Kulturschaffende, Veranstalter:innen und natürlich an euch, unsere Leserinnen und Leser. Auf dem Programm steht ein Fachgespräch für Kulturjournalist:innen, ein Workshop mit Veranstaltenden und Leser:innen, eine Präsentation der Kalenderkooperation «Minasa» sowie um 19 Uhr das grosse Podiumsgespräch, wo sich Politik, Medienschaffende und Kulturförderung begegnen.
Anschliessend Jubiläumsparty im Palace!
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(Info)
21. September, ab 15 Uhr, Hauptpost St. Gallen
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Disorder: St.Galler Bands hautnah
Bereits zum elften Mal öffnet die St.Galler Musikszene im Rahmen des Disorder-Bandraumfestivals ihre Pforten. Ob Monsterjam, Geigensolo oder Live-Premiere: Am Disorder ist alles erlaubt. Die beteiligten Musiker:innen entscheiden selber, was sie ihren Gästen bieten. Anmelden können sich alle, die einen Proberaum auf Stadtgebiet haben. Das Non-profit-Festival ist wie gewohnt gratis und garantiert werbefrei, die Bands können Kollekten sammeln. Fans verzerrter Gitarrenklänge kommen an der diesjährigen Ausgabe besonders auf ihre Kosten. Also, hinabgestiegen in die Probelokale der Stadt!
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(Info)
20./21. September 2024, am Freitag ab 13:30 Uhr, am Samstag ab 19 Uhr, diverse Standorte St.Gallen
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Die wundersame Verwandlung der Arbeiterklasse in Ausländer
Der Zürcher Regisseur Samir, 1955 in Bagdad als Sohn irakisch-schweizerischer Eltern geboren, kam 1961 im Alter von sechs Jahren in die Schweiz. Es war die Zeit, in der Hunderttausende sogenannter Gastarbeiter:innen, die meisten aus Italien, in die Schweiz kamen und als Saisonniers unter meist miserablen Bedingungen leben mussten. Samir hat diese Zeit als Migrantenkind sehr bewusst miterlebt; sie hat ihn geprägt und politisiert. Schon lange wollte er diesen Film machen, der diejenigen zu Wort kommen lässt, die damals die Schweiz der Hochkonjunktur mit aufbauten, ohne selbst mitreden zu dürfen. Gespräche mit Zeitzeug:innen, Fotos und Archivmaterial zeigen aber auch das vielfältige Engagement der Italiener:innen. Die überaus dichte Dokumentation hatte ihre Weltpremiere am Locarno Film Festival und wurde als herausragendster Schweizer Film stürmisch gefeiert. Antonio Mariotti schreibt im Corriere del Ticino: «Schon der Titel dieses luziden Pamphlets über die Immigration von den Fünfzigerjahren bis in die Gegenwart bringt es auf den Punkt: Die Fähigkeit des Schweizer Kapitalismus, Arbeitskräfte – und nicht Menschen – zu beschäftigen, ist unverbesserlich. Danke, Samir, dass du wieder einmal daran erinnert hast.»
Zur Veranstaltung
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(Info)
21. September, 13:15 Uhr, Kinok St.Gallen
22. September, 19 Uhr, Kino Rosental Heiden
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Susurrus (Verschoben auf 20. & 21.9.)
Kunst, Projektionen von 20.09. bis 21.09.2024, Naturbrücke Mühlenenschlucht, St. Gallen
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Sinfonieorchester Luzern
Konzert, 21.09.2024, 19:30 Uhr, Montforthaus Feldkirch, Feldkirch
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30 Jahre Saiten - Jubiläumsparty
Konzert, 21.09.2024, 21 Uhr, Palace, St. Gallen
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Kongress zum Kulturjournalismus der Zukunft
Diverses, 21.09.2024, 15 Uhr, Hauptpost, St. Gallen
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Disorder: St.Galler Bands hautnah
Konzerte, 20. und 21.09.2024, ca. 18 Uhr, Diverse Standorte, St. Gallen
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lauschig - wOrte im Freien
Veranstaltungen vom 30.05. bis 21.09.2024, Diverse Orte in Winterthur, Frauenfeld, Horw
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Die Nabel der Welt
Ausstellung vom 10.08. bis 22.09.2024, Propstei, St. Peterzell
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3TTM? = 3 Trumpets Too Many ?
Konzert, 22.09.2024, 19 Uhr, Perronnord, St. Gallen
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Schöpfungsklang – Eine Hommage ans Toggenburg
Konzert, 22.09.2024, 17 Uhr, Kirche Linsebühl, St. Gallen
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Chor und Alphörner mit den «Tablatern»
Konzert, 22.09.2024, 17 Uhr, Stadtkirche, Glarus
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Fledermäuse – geheimnisvoll,faszinierend, schützenswert
Ausstellung vom 11.05. bis 22.09.2024, Naturmuseum St.Gallen, St. Gallen
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Die 80er in der Ostschweizer AZ
Vortrag, 24.09.2024, 17:45 Uhr, Vadiana, Kantonsbibliothek St. Gallen, St. Gallen
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Älter werden im Fokus - Das Geheimnis des langen Lebens
Vortrag, 24.09.2024, 19 Uhr, Altersheim Rotmonten, St. Gallen
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Schlafes Bruder - Musiktheater
Vorstellungen am 20., 21., 22. und 25. September, Kirche St. Mangen, St. Gallen
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Andreas Wilhelm: Essenzen riechen
Ausstellung vom 22.06. bis 06.10.2024, Zeughaus, Teufen
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Vom Portrait zum Selfie – Eine Geschichte der Selbstdarstellung
Ausstellung vom 27.04. bis 06.10.2024, Museum Prestegg, Altstätten
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"Triennale 2024 – Strömungskräfte" ─ Visarte Liechtenstein
Ausstellung vom 25.08. bis 06.10.2024, Kunstraum Engländerbau, Vaduz
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All You CanNOT Eat. Fake Food auf Stoff
Ausstellung vom 12.04. bis 13.10.2024, Textilmuseum, St. Gallen
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Strassentaube - verehrt und verpönt
Ausstellung vom 21.03. bis 20.10.2024, Naturmuseum Thurgau, Frauenfeld
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Maarten Baas - New Times
Ausstellung vom 07.06. bis 27.10.2024, Gewerbemuseum Winterthur, Winterthur
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Gartenthema 2024
Ausstellung vom 13.06. bis 30.10.2024, Naturmuseum Thurgau, Frauenfeld
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Im Menschen muss alles herrlich sein
Bühne, Vorstellungen von 27.09. bis 31.10.2024, Stadttheater, Konstanz
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Hochsaison. Zu Gast in Appenzell Innerrhoden
Ausstellung vom 17.03. bis 03.11.2024, Museum Appenzell, Appenzell
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Josef Felix Müller
Ausstellung vom 17.08. bis 03.11.2024, Die Klause, St. Gallen
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Werden. Sein. Vergehen.
Ausstellung, Vorstellungen von 20.09. bis 10.11.2024, museumbickel, Walenstadt
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RM
Ausstellung vom 24.08. bis 10.11.2024, Kunstzone in der Lokremise, St.Gallen
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Experimental Ecology
Ausstellung vom 06.04. bis 24.11.2024, Kunstmuseum SG, St. Gallen
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Thi My Lien Nguyen – Shaping Fluidity
Ausstellung vom 07.09.2024 bis 31.12.2027, Kunstmuseum SG, St. Gallen
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Werkstattschau mit Dafi Kühne
Ausstellung vom 20.09.2024 bis 16.03.2025, Gewerbemuseum Winterthur, Winterthur
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Mein Garten
Ausstellung vom 28.04.2024 bis 06.04.2025, Kunst(Zeug)Haus, Rapperswil-Jona
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Die Wochenschau von Saiten erscheint immer freitags. Sie bietet einen Überblick der aktuellsten Texte auf saiten.ch und enthält drei Tipps fürs freudige Wochenende.
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