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Fühlt ihr – also ihr Kantonssanktgaller:innen – euch heute auch ein bisschen wichtiger als gestern? Bitzli breitbrüstiger, präsidialer? Immerhin stellt der Kanton St.Gallen dank KKS erstmals seit 40 Jahren und KuFu wieder eine:n Bundespräsident:in. Da muss es natürlich chlöpfen und tätschen. 150'000 Franken kostete die gestrige bundespräsidiale Party in Wil, bezahlt vom Kanton St.Gallen. Angesichts der Sparwut, mit der die nationale Finanzministerin, die Kantonsregierung und der Kantonsrat in den vergangenen Monaten selbst bei Kleinstbeträgen ans Werk gegangen sind, ist das ein stolzer Batzen. Aber wir wollen jetzt nicht ebenfalls kleinlich werden und den Rotstift mahnend heben, es war ja erst das siebte Mal seit 1997, dass sich KKS in ihrer Heimatstadt für irgendetwas feiern lassen durfte – damals als Stadtparlaments-, jetzt eben als Bundespräsidentin. Ein raketenhafter Aufstieg.
Dazu passt eine weitere frohe Botschaft, die uns zum Jahresende aus dem Kantonsrat erreicht hat. Dort hat sich in der Wintersession die Parlamentarische Gruppe Luft- und Raumfahrt (PGLR) gebildet. Raumfahrt! Im Kanton St.Gallen! Wir stellen uns schon die mächtige Abschussrampe für Raketen am Rheinspitz vor, ein Leuchtturm für die Region. Die HSG baut neben dem Flugfeld in Altenrhein einen neuen Campus für das Studium in Luftfahrt und Luftschlösser aller Art. Bei der Eröffnung der Raketenrampe übernimmt KKS, die Ende 2028 pensionshalber aus dem Bundesrat ausgeschieden ist, die Leitung als CEO und CFO in Personalunion, natürlich begleitet von einer grossen Feier (für sie, nicht für die Rampe). Wir würden uns sogar an der Finanzierung beteiligen, wenn wir dafür ab und zu ein paar steinzeitliche Politiker:innen auf den Mond – also quasi in ihr Habitat – schiessen könnten. Nur war leider unser Kanton schon immer gut darin, hoch hinaus zu wollen, nur um dann auf dem Boden der Tatsachen bruchzulanden. Wir haben deshalb wenig Hoffnung, dass die PGLR viel bewirken wird. Zwar sitzt mit SVP-Kantonsrat Philipp Köppel ein Pilot am Ruder, an Bord sind aber auch politische Tiefflieger, die im Parlament viel heisse Luft produzieren, aber eigentlich nie etwas bewegen und schon gar nicht eine Rakete, höchstens mal ein Raketen-Glacé zum Mund.
Da bleiben wir bei Saiten doch lieber ganz bodenständig und nah dran an Themen, die fürs Überleben auf der Erde und in unserer Region wichtig sind. Es war für uns ein intensives Jahr, in dem wir das eine und andere Projekt zum Fliegen gebracht haben. Wir haben unseren 30. Geburtstag mit einem Kongress zum Kulturjournalismus und einer Party im Palace gefeiert, rechtzeitig vor dem Jahreswechsel ist unsere neue Website an den Start gegangen (die zwar immer noch das eine oder andere Kinderkrankheitchen hat, aber wir arbeiten daran), und ins neue Jahr starten wir mit einer vierten Redaktionsstelle und dem neuen Kulturnewsletter. All das war nur möglich dank eurer Unterstützung und Treue, nicht nur beim Crowdfunding für den Kulturnewsletter, sondern auch durch den Support über all die Jahre. Dass es Saiten auch im 31. Jahr in dieser Form gibt, ist nicht selbstverständlich. Vielen herzlichen Dank!
Mit dieser Wochenschau verabschieden wir uns einen kurzen Winterschlaf. Nicht ohne den Hinweis, dass nächste Woche unser neues Heft erscheint. Die nächste Wochenschau gibt es dann Anfang Januar. Wir wünschen euch eine schöne Weihnachtszeit, einen raketenhaften Jahresausklang und ein präsidiales 2025!
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«St.Gallen ist keine Stadt für alle»
Hinter dem ausgebüxten Stern der St.Galler Weihnachtsbeleuchtung steckt eine Gruppe, die auf die Situation von Sans-Papiers aufmerksam machen will. Im Interview erklären zwei Beteiligte, was Sans-Papiers brauchen und warum St.Gallen seinem Image nicht standhält. weiterlesen
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Viel zu tun an der Oststrasse
Es kommt Leben ins neue St.Galler Kulturhaus. Derzeit läuft ein Crowdfunding für den Umbau, auch die Stadt und der Kanton haben je nochmals einen Beitrag gesprochen. weiterlesen
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Wie weiter mit dem historischen Bahnhof in Trogen?
Das Bundesgericht hat eine Beschwerde des Heimatschutzes abgelehnt, die den Bahnhof Trogen unter Denkmalschutz stellen wollte. Es liefert aber auch einen Hinweis, wie das Gebäude im Chalet-Stil doch noch gerettet werden könnte. weiterlesen
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«Empathie ist ein Gewaltblocker»
Hanno Loewy, Leiter des Jüdischen Museums Hohenems, spricht im Interview über die Ausweglosigkeit im Nahostkonflikt, Hoffnungsschimmer in Zeiten einer erstarkenden FPÖ und seine Freude über die Verleihung des Rheintaler Kulturpreises an «sein» Haus. weiterlesen
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Saiten empfiehlt
Von Liebeshunger und Wissensdurst
Schon Sokrates wusste: «Wir leben nicht um zu essen, sondern wir essen, um zu leben.» Mit dem Trinken wird es sich nicht anders verhalten. Es gibt noch so viel mehr zu diesem Thema zu sagen und zu singen: Kurioses, Abstruses, Absurdes, Komisches, Kluges, Appetitanregendes, Altbekanntes und Überraschendes in Wort und Ton. Durch die Jahrhunderte bis zum heutigen Tag hat sich der Mensch um seine Nahrungsaufnahme gekümmert und in Wort und Melodie festgehalten, was er für wichtig, manchmal aber auch für gar nicht so wichtig hält.
Eva Brunner, Matthias Flückiger (Schauspiel) und Ralph Hufenus (Piano, Kontrabass) gehen das Thema im Stück «Von Wissenshunger und Liebesdurst», das sie bis 24. Januar im Theater Trouvaille aufführen, mit Begeisterung für die Materie an und lassen das Publikum erfahren, was es zwischen Liebeshunger und Wissensdurst alles zu entdecken gibt – und das ist eine ganze Menge.
Zur Veranstaltung
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(Info)
21. Dezember, 17.30 Uhr,
Theater Trouvaille St. Gallen
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Dirty Sound Magnet
Die Musik von Dirty Sound Magnet ist eine mystische Reise von der Rockmusik der 60er- und 70er-Jahre bis in die Gegenwart. Das Trio aus Fribourg hat sich mit fast 800 gespielten Shows und drei Studioalben längst auch ausserhalb der Schweiz einen Namen gemacht. Nun kommen Dirty Sound Magnet für ein spezielles Weihnachtskonzert ins Gare de Lion. Es wird über zwei Stunden dauern und in zwei Sets aufgeteilt. Zum Start gibt es die eher ruhigeren Psychedelic-Folk-Songs, ehe die Band im Hauptset dann Vollgas gibt.
Zur Veranstaltung
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(Info)
21. Dezember, 20.30 Uhr,
Gare de Lion Wil
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One Sentence. Supervisor und Kush K
An diesem Sonntag finden im Palace zwei Bands zueinander, die in ihrer Einzigartigkeit die musikalische Landschaft der Schweiz nachhaltig prägen: Kush K und One Sentence. Supervisor. Beide Gruppen haben ihre ganz eigene Art entwickelt, Genregrenzen zu durchbrechen und dabei musikalische Intensität mit experimentellen Ansätzen zu verbinden. Kush K aus Zürich verfolgen seit einigen Jahren einen wohltuend-offenen Weg im Pop-Bereich. Ihre Songs folgen nicht den klassischen dramaturgischen Erwartungen, sondern spielen mit freien Formen und auflösenden Momenten; zwischen Radiopräsenz und Underground-Credibility haben sie ihren ganz eigenen Platz gefunden. One Sentence. Supervisor aus Baden bewegen sich in einem ebenso faszinierenden Spannungsfeld. Ihre Musik verbindet düstere Hallräume mit treibender Energie und hypnotischer Repetition. Dabei scheuen sie nicht, ihre Musik ständig neu zu erfinden, ohne den eigenen unverkennbaren Stil aufzugeben.
Zur Veranstaltung
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(Info)
22. Dezember, 16.30 Uhr,
Palace St. Gallen
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24KulTürchen
Bühne, Vorstellungen von 01.12. bis 23.12.2024, Figurentheater, Herisau
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Auf die Insel fertig los
Bühne, Vorstellungen von 17.11. bis 25.12.2024, Werkstatt, Konstanz
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Thi My Lien Nguyen – Shaping Fluidity
Ausstellung vom 07.09.2024 bis 31.12.2027, Kunstmuseum SG, St. Gallen
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Angabe der Person
Bühne, Vorstellungen von 07.12.2024 bis 17.01.2025, Spiegelhalle, Konstanz
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Das komische Theater des Signore Goldoni
Bühne, Vorstellungen von 30.11.2024 bis 18.01.2025, Lokremise, St. Gallen
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Seitenwagen: Eline Kersten. While the fire burns
Ausstellung vom 25.08.2024 bis 02.02.2025, Kunst(Zeug)Haus, Rapperswil-Jona
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Denn in den Wäldern sind Dinge...
Ausstellung vom 24.11.2024 bis 02.02.2025, Kunst(Zeug)Haus, Rapperswil-Jona
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Eiszeit
Ausstellung vom 12.10.2024 bis 23.02.2025, Naturmuseum St.Gallen, St. Gallen
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Ilija – Ein Tuch mit zwei Gesichtern
Ausstellung, Vorstellungen von 04.09.2024 bis 23.02.2025, open art museum, St. Gallen
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Dokustation Heimspiel 2024
Dokustation, 13.12.24 bis 2.3.24, 24/7, AUTO (Visarte Ost), St. Gallen
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Heimspiel 2024
Ausstellung vom 14.12.2024 bis 02.03.2025, Diverse Orte, Ostschweiz
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Anne Marie Jehle – Jeder Spiesser ein Diktator
Ausstellung bis 09.03.2025, Kunstmuseum, St. Gallen
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Werkstattschau mit Dafi Kühne
Ausstellung vom 20.09.2024 bis 16.03.2025, Gewerbemuseum Winterthur, Winterthur
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Franziska Moltenbrey: Insectum – einschneidende Ereignisse
Ausstellung vom 30.11.2024 bis 23.03.2025, Naturmuseum Thurgau, Frauenfeld
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Mein Garten
Ausstellung vom 28.04.2024 bis 06.04.2025, Kunst(Zeug)Haus, Rapperswil-Jona
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Circle of Water. Textilien im Fluss
Ausstellung vom 08.11.2024 bis 21.04.2025, Textilmuseum, St. Gallen
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Lighten Up! Im Rhythmus von Tag und Nacht
Ausstellung vom 21.11.2024 bis 11.05.2025, Gewerbemuseum, Winterthur
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Hauptsache gesund – Eine Ausstellung mit Nebenwirkungen
Ausstellung vom 10.11.2024 bis 26.10.2025, Stapferhaus Lenzburg, Lenzburg
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Impressum
Die Wochenschau von Saiten erscheint immer freitags. Sie bietet einen Überblick der aktuellsten Texte auf saiten.ch und enthält drei Tipps fürs freudige Wochenende.
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