Im Rahmen von Olympia in Paris konnten wir wiedermal viel lernen über den gesellschaftlichen Umgang mit Frauen und anderen Geschöpfen, die nicht der männlichen Norm entsprechen. Kennt ihr noch diesen schönen Ausdruck «wie ein Wald voll Affen»? Öppen so haben sie ausgerufen, und das schon nach den ersten paar Stunden. Das olympische Feuer hat noch nicht einmal richtig gebrannt, da war das Abendland schon untergegangen. Und das nur wegen ein paar Drag Queens und weil ein paar Knaller den Sohn Gottes nicht vom Gott des Weins unterscheiden können. Kleiner Tipp: Ersterer wurde erst im Tod nackt vor Publikum präsentiert. Und er hat, so heisst es, alle Menschen gleichermassen und bedingungslos geliebt. Davon könnten sich sie kulturkämpfenden Schreihälse echt mal eine Scheibe abschneiden.

Das dachten sich wohl auch die Olympia-Boxerinnen Imane Khelif und Lin Yu Ting. Die Behauptung: Sie seien angeblich gar keine Frauen, sondern trans oder zumindest inter, Hauptsache irgendwie abnorm. Sowohl die Boxerinnen als auch das IOC haben mehrfach betont, dass die Teilnahme der beiden Frauen regelkonform sei. War natürlich trotzdem ein gefundenes Fressen für die Anti-trans-Lobby, die Khelifs und Tings Gegnerinnen bereits zu «Prügelopfern» hochjazzte. Wo soll das enden? Indem Menschen, die nicht ins binäre Schema passen, der ganzen Welt ihre Hormonspiegel und Genitalien vorzeigen müssen? Aktivistinnen haben schon länger davor gewarnt: Der Hass der trans-feindlichen Abendlandlobby wird früher oder später dafür sorgen, dass auch cis-Frauen, die nicht weiblichTM genug sind, ausgeschlossen werden.

Also wir lernen: Frauen müssen feminin sein. Klar als solche erkennbar. Wobei auch das offenbar nichts nützt, jedenfalls wenn frau 100-Meter-Sprinterin ist. Dann gibts nämlich keine Lichtshow, keinen Live-DJ, nur Gring abe u vou seckle. Anders bei den Menners. Da gibts minutenlanges Tamtam vor dem 9-Komma-79-sekündigen Showdown – fast wie zuhause. Immerhin, beim 200-Meter-Sprint wurde die Gleichberechtigung dann wieder hergestellt. Danke, liebes OK. Hach… dazulernen, auf Kritik eingehen, adaptieren – so wichtig. Warum nur fällt das immer denen am schwersten, dies am nötigsten hätten?

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Die unverzichtbaren Sommertipps – Teil 6

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Der Non-Profit-Verein Sur Le Lac richtet alljährlich am zweiten Wochenende im August ein unabhängiges Festival aus. Im Zentrum stehen dabei ehrenamtliche Handarbeit, ein sorgfältig selektiertes Musikprogramm, Weltoffenheit bei gleichzeitiger Regionalität. Musikalisch präsentiert das Festivalprogramm Acts aus der Region und der ganzen Welt, welche sich im Spannungsfeld zwischen verschiedenen Strömungen und Einflüssen bewegen. Mit einem offenen Ohr für Zwischentöne und auditive Herausforderungen bieten wir für Musikschaffende, die sich für innovative und progressive Musik einsetzen, eine Plattform. Vereint auf ihrer Suche nach den Sounds von morgen.

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9. und 10. August, Eggersrieter Höhe

Come un gatto in tangenziale

In der sehr amüsanten, preisgekrönten Komödie von Riccardo Milani prallen zwei Welten aufeinander: Auf der einen Seite steht der eifrige Wissenschaftler Giovanni, der die EU bei der multiethnischen Integration berät und mit seiner 14-jährigen Tochter Agnese in einer schönen Römer Altstadtwohnung lebt. Die andere Seite verkörpert Monica, die wegen der Automatisierung ihre Arbeit als Kassiererin in einem Supermarkt verloren hat. Sie lebt mit ihrem ebenfalls 14-jährigen Sohn Alessio und ihren kleptomanischen Halbschwestern in einem heruntergekommenen Wohnblock am Stadtrand, wo täglich multikulturelle Konflikte ausgefochten werden.

Die Wege von Giovanni und Monica kreuzen sich, weil sich ihre Kinder Agnese und Alessio ineinander verliebt haben. Den Akademiker und die Arbeiterin verbindet in der Folge nur eines: die Beziehung zwischen Agnese und Alessio so schnell wie möglich zu beenden – so schnell, wie das Leben einer Katze auf einer viel befahrenen Stadtumfahrung endet, worauf der Filmtitel anspielt. 

 
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10. August 2024, 21:45 Uhr, Kinok-Open-Air in der Lokremise St.Gallen

Burning Down the House: Rethinking Family

Burning Down the House: Rethinking Family setzt sich kritisch mit der Familie als Tradition, Idee und Lebensform auseinander, eine thematische Auseinandersetzung, die es so in der zeitgenössischen Kunst noch selten gegeben hat. Gezeigt werden mehr als 35 internationale künstlerische Positionen, sowie ausgewählte Arbeiten aus der Sammlung des Kunstmuseum St.Gallen. Die öffentliche Führung diesen Sonntag leitet Kunstvermittlerin Bettina Wollinsky.


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Öffentliche Führung: 11. August, 11 Uhr, Kunstmuseum St.Gallen

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Sur Le Lac 2024

Konzert, Vorstellungen von 09.08. bis 10.08.2024, Eggersrieter Höhe, Eggersriet

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Festival Siberian Summer 2024

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Open Air Cinema Arbon

Vom 12.07. bis 17.08.2024, Quaianlagen, Arbon

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NordArt-Theaterfestival

Ausstellung vom 07.08. bis 17.08.2024, Städtchen, Stein am Rhein

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Enrico Lenzin: "Grosse Klappe"

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Die Wochenschau von Saiten erscheint immer freitags. Sie bietet einen Überblick der aktuellsten Texte auf saiten.ch und enthält drei Tipps fürs freudige Wochenende.

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